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KLIMA MACHT GESCHICHTE in der Neuzeit

Die Epoche der Neuzeit wird – wie so oft – im Geschichtsunterricht unter dem Aspekt wichtiger Persönlichkeiten und Herrscherfiguren oder großer Auseinandersetzungen betrachtet. Luther, Karl V., der Dreißigjährige Krieg oder Ludwig XIV. könnten dabei wahrscheinliche Schlagworte sein.

Die Epoche der Neuzeit kann man allerdings auch unter dem Aspekt vom Klima, Klimaschwankungen und extremen Wetterverhältnissen betrachten. Denn die kleine Eiszeit bringt eine starke Abkühlung und Wetterextreme wie Dürren oder Hochwasser mit sich, dadurch entstehen prekäre Ernährungsverhältnisse, die sich dann direkt auf die Macht- und Herrschaftsverhältnisse auswirken.

Die Bauernaufstände werden damit zur logischen Konsequenz aus Ernteausfällen und ausbeuterischer Herrschaftspraxis. Auch die Französische Revolution erscheint da in einem anderen Licht, Missernten aufgrund von Starkregen und Frosteinbrüchen führen zu Hungersnöten im gemeinen Volk, während der Adel prunkvolle Feste gibt und im Luxus schwelgt. Als Höhepunkt dieser fatalen Klimaereignisse muss man schließlich noch das Jahr 1916 nennen, oder auch das Jahr ohne Sommer, das dem Vulkanausbruch des Tambora in Indonesien geschuldet ist. Erst ab 1850 bessert sich die Wetterlage und erreicht ein Klimaoptimum, in dem wir heute noch leben.

Die Schüler*innen der 3a Rg haben sich seit Anfang des Jahres im EVA-Unterricht immer wieder mit dem Thema beschäftigt und Großereignisse und Wetterumbrüche auf einer Zeitleiste festgehalten. In Eigenregie galt es immer wieder Filme zu sehen, Texte zu lesen, wichtige Informationen herauszufiltern und diese auf der Zeitleiste entsprechend einzuzeichnen. Diese zeigen somit auf einen Blick, dass das Klima deutliche Auswirkungen auf die Geschichte und besondere Einschnitte oder Revolutionen hat.

Zu sehen sind die tollen Werke nun hier in der Galerie.

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